Dienstag, 5. September 2017

Movie Review: Der Hobbit - Eine unerwartete Reise

Ein Kinderbuch auf drei Filme zu strecken, mag vielleicht etwas größenwahnsinnig klingen, aber wenn man bedenkt, dass der Hobbit geschrieben von J.R.R. Tolkien die Vorlage liefert, dann klingt das Ganze doch schon nach einem Plan. Ein bombastisches Feuerwerk der Bildgewalt, vor allem auch bei Landschaften - wirklich eine Bildkulisse, die einfach nur ein Augenschmaus ist. Wir begleiten unseren Lieblingshobbit Bilbo Beutlin, der sechszig Jahre vor der Handlung des Ringkrieges sich der Gemeinschaft von Thorin Eichenschild anschließt um die Heimat der Zwerge, den einsamen Berg Erebor von dem Drachen Smaug zurück zu erobern. Im ersten Film "Eine unerwartete Reise" starten wir nicht nur die titelgebende Reise und lernen die dreizehn Zwerge kennen, sondern kämpfen gegen Trolle und Orks, sehen Bruchtal und lösen Rätsel im Dunkeln. Wenn gesungen wird geht mir persönlich ja das Herz auf, bei den wunderschönen Liedern, die mir im Buch schon gefallen haben - aus diesen Grund möchte ich auch die über dreistündige Extended-Version des Films empfehlen, denn jede Szene ist mit so viel Liebe gemacht, dass es sich lohnt diese zu sehen. Natürlich gibt es Gegebenheiten, die im Buch nicht vorkommen, aber diese sind trotzdem passend in Szene gesetzt und tragen zur Atmosphäre des Films positiv bei. Ein gelungener Auftakt!

Kommentare:

  1. Hmhmhm. Der Hobbit. Das wird keine Liebesgeschichte mehr. Und dabei ist Teil 1 noch der beste Teil der Trilogie. Was aber vor allem an der Nostalgie liegt.

    Doch fangen wir von vorne an. Und noch eins. Bei meiner Kritik sind die Umstände rund um die Enstehung des Hobbits außen vorgelassen.
    Ich hatte mich unglaublich gefreut, als damals endlich klar war, dass Der Hobbit ins Kino kommen sollte. Endlich nochmal im Kino in die Welt von Mittelerde eintauchen. Was sollte es besseres geben? Und auf den ersten Blick hat das auch funktioniert. Doch auf den zweiten Blick werden die Probleme des Films deutlich. Der Film will einfach viel zu sehr Herr der Ringe sein. Doch der Hobbit ist nicht der Herr der Ringe. Das Problem wird in den anderen Filmen noch deutlicher. Es gibt ganze Szenen und Settings die, in anderer Aufmachung, genauso im Herr der Ringe vorkommen. Da muss jeder selbst wissen wie ihm dieser Selbstreferenzielle Stil gefällt. Mir gefällt das nicht so. Ein weiteres Problem, und für mich das größte Problem, sind die Figuren. Bis auf die Zwerge die zu Beginn einzeln bei Bilbo ankommen (Die Zwillinge mal ausgenommen) und Thorin hat keiner der Zwerge einen Charakter der hängen bleibt. Das ist im Buch auch nicht anders und ich verlange auch keine Charaktere wie bei Tarantino. Aber etwas mehr Tiefe wäre doch nötig gewesen. Und das wäre mit nur kleinen Mitteln ganz einfach möglich gewesen. Und auch Der Hobbit, Bilbo Beutlin, bleibt als handelnde Figur blass und Martin Freeman ist nicht Bilbo, er ist Martin Freeman wie er in so vielen Rollen zu sehen ist. Und das passt einfach nicht.
    Bei aller Kritik möchte ich aber auch sagen, wie super ist denn bitte das Rätselspiel zwischen Gollum und Bilbo. Und da zeigt sich wieder, wie wichtig Charaktere sind. Und Gollum ist DER Charakter des Mittelerde-Universums (soweit ich es kenne). Da hatte ich das Gefühl, dass Peter Jackson doch wieder wusste, was sein geschaffenes Universum ausmachte.

    So. Bei den anderen Filmen geht es weiter.

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    1. Vielen Dank Lenny für deine Meinung! Ich kann deine Kritikpunkte gut verstehen - mir persönlich wurde die brüderliche Beziehung zwischen Kili und Fili nicht gut in Szene gesetzt und verliert in den nächsten Filmen fast komplett an Bedeutung aufgrund der Liebesgeschichte. Mehr Charaktertiefe ist immer wünschenwert! :)

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