Freitag, 27. April 2018

Game Review: A Way Out

Genre: Adventure
Gespielte Plattform: Playstation 4
Publisher: Electronic Arts
Developer: Hazelight
USK: Freigeben ab 18 Jahren
Release: 23. März 2018
Spielzeit: 5 - 6 Stunden

Gute Co-Op-Spiele werden leider im Zeitalter der Multiplayer-Games immer seltener. Zusammen zuhause auf dem Sofa sitzen und auf den gleichen Bildschirm schauen, während man gemeinsam eine Welt entdeckt und eine Geschichte erlebt, ist einfach eine wundervolle Erfahrung. Zum Glück sehen das auch die Macher von Brothers - A Tale of Two Sons, die mit ihrem neuen Game A Way Out durchstarten…

Einer spielt Vincent Moretti und der andere Leo Caruso. Was haben die beiden gemeinsam? Sie sitzen beide im Knast -  was natürlich nicht so bleiben soll, denn sie wollen ausbrechen. Dabei geht die Geschichte aber noch sehr viel weiter und bietet einen wunderbaren Eindruck in die Lebensweise und Motive von Leo und Vincent. Komplett authentisch, fantastische Charaktere.

Neben dem Ausbruch, bei dem man eine Menge planen muss und so zum Beispiel bei der Zellenkontrolle verbotene Gegenstände in die andere Zelle weiterreichen muss, gibt es eine Menge Quatsch den man anstellen kann. Da verbringt man schonmal ein paar Minuten sich gegenseitig mit Wasser zu bespritzen. Schon bei Brothers haben mir diese nebensächlichen Kleinigkeiten unglaublich gut gefallen, da sie die Atmosphäre auflockern.

Abwechslungsreich werden Quick-Time-Events eingebaut, die von einem Basketballspiel bis hin zu einer Prügelei gehen können. Besonders das Organisieren eines Schraubendrehers am Anfang war so spannend und gut durchdacht, was die Zusammenarbeit anging. Schwere Entscheidungen werden einem ebenfalls abverlangt, die man jedoch zusammen treffen und auch zusammen mit den Auswirkungen leben muss. Überrascht hat mich die Nacktszene meines Charakters am Anfang, bei der man wirklich alles sehen kann. Wirft bei mir die Frage auf, ob dies mit einer weiblichen Protagonistin ebenfalls gegangen wäre, ohne eine Sexismus-Debatte auf den Plan zu rufen.

Grafisch fabelhaft variiert das Spiel zwischen dreckigen, dunklen Passagen und lichtdurchflutete, beruhigenden Inhalten, die hochemotional sein können. Ich möchte mich bei Andre bedanken, der mich an einer bestimmten Stelle in der Geschichte nicht gehauen hat.

Fazit

Ein wundervolles, abwechslungsreiches Co-Op-Game mit fabelhaften Mechaniken und emotionaler Geschichte zusammen mit authentischen Charakteren.