Samstag, 28. Mai 2016

Game Review: Final Fantasy 15 Platinum Demo

Genre: JRPG
Gespielte Plattform: Playstation 4
Publisher: Square Enix
Developer: Square Enix
USK: Noch ausstehend
Release: 30. September 2016
Spielzeit: 1 Stunde (Demo)

Bereits von der Demo Episode Duscae war ich ja mehr als begeistert. Da blieb mir ja quasi gar nichts anderes übrig auch mal in die Platinum Demo von Final Fantasy 15 reinzuschauen. Durch wunderschöne Welten begleiten wir ein kleines Wesen und werden langsam mit der Spielwelt vertraut gemacht. Wetter, Tageszeit auf alles kann man mit Platten Einfluss nehmen. Für eine kostenlose Demo schon mal nicht schlecht. Aber was hat es mit dem kleinen Wesen auf sich und warum spielen wir den jungen Noctis?

Stimmen, die lauter werden und von einem Monster sprechen. Ob dies wirklich die Realität ist, ist unklar. Jedoch dauert es nicht lange und wir landen als kleiner Noctis in einer Art Fantasiewelt. Überall um den kleinen Jungen herum sind Pflanzen und ein mysteriösen Funkeln liegt über allem. Allein ist man nicht, denn ein kleiner weißer Fuchs mit einem Horn auf der Stirn stellt sich als Karfunkel vor. Karfunkel kommuniziert über eine Art Smartphone, welches man gleich am Anfang erhält und erzählt uns als Noctis, dass wir tiefer schlafen als sonst und wir schnell aufwachen sollten. Schon in der ersten Demo machte Prompto ja gewisse Anmerkungen über den Schlaf von Noctis. Er behauptete sogar, dass der Prinz wie ein Toter schlafen würde. Also schnell dem kleinen, niedlichem Wesen folgen, welches schon das wirklich hübsche Logo ziert. Nebenbei natürlich Kristalle aufsammeln. Doch schon bald stellen sich die ersten Gegner Noctis in den Weg. Das Kampfsystem ist einfach und kindlich gehalten. Noctis kann als Kind nichts passieren, was ich sehr begrüße. Mit einem Spielzeugschwert und einem Gummihammer, welche man von Karfunkel gestellt bekommt, kann man den Feinden beikommen. Auch in den anderen Gebieten tauchen Monster auf, die allerdings allesamt als Albtraum bezeichnet werden. Selbst die Trolle und Säbelzähne aus der Duscae Demo tragen den Namen Albtraum.

Ein wunderschönes Gebiet mit einer eindrucksvollen Erscheinung

Insgesamt gibt es vier Gebiete. Von dem wunderschönen Anfangsgebiet mit seinen Planzen, Schluchten und Wasserläufen bis hin zur Stadt. Durch Platten am Boden kann man bestimmte Dinge hervorrufen, wie z.B. das Wetter ändern oder eine eindrucksvolle Beschwörung herbeirufen. Gerade das erste sehr naturbezogene Habitat lässt die Vermutung zu, dass es sich hierbei nicht um eine Demo handelt, wie in Episode Duscae, die einen einen Einblick auf das Gameplay präsentieren soll, sondern eher zeigen will, was das Spiel alles so kann, sprich eine Tech-Demo. Das Wetter kann sich auf jeden Fall schon sehen lassen. Bei Regen wird Noctis wirklich nass, die Klamotten färben sich dunkler und seine wilden Haare fangen tatsächlich an sich nach unten zu hängen.

Durch einen beherzten Sprung ins kalte Wasser, landen wir in einem Haus. Das Problem ist nur, dass Noctis im Verhältnis zu den Möbeln etwas klein ist. So macht das Erkunden aber nur noch mehr Spaß. Mich hat überrascht mit welchem Detailreichtum die Demo aufwartet. Die Schrift auf den riesigen Büchern, die oft als Rampe bzw. Treppe dienen in diesem Raum, kann man komplett erkennen. Eine Handtasche - Spielkarten - Süßigkeiten - Gemälde an der Wand - alles ist voll mit Details. Über eine Gabel balancieren wir vorbei um an Kristalle zu kommen, damit auch die letzten Platten im Raum aktiviert werden können. Eine Platte verwandelt den Jungen in ein Auto, welches man durch den Raum steuern kann, wenn auch etwas wackelig. Selbst die Gebilde aus Bauklötzen kann man zum Einsturz bringen. Man sollte sich aber gut umsehen, denn in dem Raum kann man noch zwei verbesserte Waffen finden - das Funkelschwert und einen Feuerwerkszauber. Um diese ausprobieren zu können, kann man durch die Platten immer wieder Feinde rufen. Also nicht vom übergroßen Karfunkel gleich auf den Tisch locken lassen, sondern sich erst einmal umschauen. Auf dem poliertem Steinfußboden quietscht der Gummihammer übrigens - mich hat diese Kleinigkeit zum Lachen gebracht. Mit einem kleinen Ball, der sich auf dem Tisch befindet, kann man ebenfalls herumspielen.

Selbst bei Regen schickt Karfunkel Nachrichten

Nachgebend folgt man, wenn man sich ausgetobt hat, Karfunkel durch das Bauklötzchen-Bücher-Haus in die nächste Welt und findet sich in einer Stadt wieder. Beim ändern des Wetters schickt einem Karfunkel sogar Emoticons aufs Smartphone, welche als Nachricht unten am Bildschrimrand angezeigt werden. Dabei handelt es sich allerdings um stillvolle Emoticons, wie einem hübschen Regenbogen beim Umstellen von Regen auf Sonne oder einem Chocobo bei Freude. Die Architektur der Stadt ist wirklich bemerkenswert und verspricht schonmal viel. Durch eine Platte kann man sich in verschiedene Wesen verwandelt, wie einem bekannten Garula, als auch noch unbekannte Wesen, die einem Krokodil und einer Giraffe ähneln. Die Texturen der Stadt sind ein Augenschmaus von der Textur des Wassers im Brunnen bis hin zur Einrichtung der Geschäfte. Auch in der Stadt kann man mit einem Ball spielen.

Ein roter Teppich, der auf einen offenen Bereich hinführt und Karfunkel an der Seite

Wie man bereits im Trailer sehen konnte, erreicht man im letzten Gebiet ein vertrautes Areal. Ein riesiger Platz vor einem noch riesigeren Gebäude lässt darauf schließen, dass wir uns in Lucis befinden. Wie man es bereits aus diversen Spielen gewohnt ist, bedeuten offene, große Bereiche meist auch große Kämpfe. Die Zitadelle ist jedoch mit rotem Teppich ausgelegt und mit dem kleinen Jungen zu kämpfen wäre hier wohl nicht sehr effektiv. Durch eine sehr passende Gegebenheit kann man allerdings kurzfristig auf das komplette Kampfsystem zugreifen und hangelt sich, wie in der Duscae Demo mit Tachyonen-Sprüngen voran. Auf einem Vorsprung kann man sogar ein Shuriken Schild finden. Außerdem kommt zum bekannten Kampfsystem nicht nur Zauber dazu, die wirklich Spaß machen und als Funkenschlag oder Feuer so einiges weghauen, sondern auch eindrucksvolle Defensiv-Maßnahmen. Möchte man es ein wenig schwieriger haben, kann man sich den Endboss noch einmal mit Hilfe einer Platte rufen. Dementsprechend befindet er sich dann nicht mehr auf Level 3, sondern auf Level 15. Die musikalische Begleitung ist immer passend und untermalt das Geschehen. Nachdem man sich von Karfunkel verabschiedet, startet einen Filmsequenz, die einen winzigen Einblick in die Beziehung zwischen Noctis und seinem Vater gewährt.

Fazit

Ein nette Demo mit wunderschönen Gebieten, welche viel Potenzial im Spiel vermuten lässt.