Dienstag, 9. Januar 2018

Game Review: Observer

Genre: Horror
Publisher: Aspyr
Developer: Bloober Team SA
USK: keine Angabe
Release: 15. August 2017
Spielzeit: 7 - 9 Stunden

So richtig weiß ich gar nicht, wie ich es sagen soll. Ich liebte Layers of Fear und es tut mir in der Seele weh, wenn ein Indiespiel mir nicht so gut gefällt. Gerade im Indiebereich steckt so viel Herzblut in den Projekten und ich möchte dies auch würdigen, aber leider hat mir Observer nicht so gut wie erwartet gefallen. Aber ich habe nicht nur Negatives zu berichten, ansonsten würde ich auch keine Rezension schreiben. Also hier ein paar Worte zu Observer…

Wir schlüpfen in die Rolle eines Polizisten bzw. Observer mit dem Namen Dan Lazarski, der sich in die Gedankenwelt von Menschen hacken kann. Im Jahre 2084 ist dies keine Seltenheit, denn der große Konzern Chiron beherrscht die Welt mit ihren neuronalen Implantaten. Nachdem Dan eine Nachricht von seinem Sohn Adam erhalten hat, macht er sich auf die Suche nach dem etwas verwirrten Ingenieur. Er findet sich in einem Haus in den Slums von Krakau wieder, welches abgeriegelt wird, als die erste Leiche auftaucht…

Und da kommen wir auch schon zum ersten Knackpunkt - die Geschichte dauert unglaublich lang um endlich in Fahrt zu kommen. Das Ende hat mir dann doch gefallen, aber bis es endlich dazu kommt, vergehen gut und gerne 90% des Spiels. Die Gedankenwelten der einzelnen Opfer sind sehr grotesk und skurril dargestellt und man wird von einer Sache in die nächste geworfen. Gepaart mit viel Aufflackern und Sequenzen hat mir das gewaltige Kopfschmerzen bereitet. Ich musste tatsächlich das Spiel pausieren, weil ich solche Kopfschmerzen hatte.

Unwohl gefühlt beim Spielen habe ich mich sowieso - nicht aufgrund der unterschwelligen Angst, die das Spiel wohl ausstrahlen soll, sondern aufgrund der verstörenden Umgebung und der fantastischen Soundkulisse. Das Haus ist nicht sehr einladend und wirkt sehr eintönig. Am Anfang spricht man mit vielen Bewohner über eine Art Terminal, in denen man nur ein Auge des Angesprochenen sieht. Oft saß ich mit einem großen Fragezeichen vor den Bildschirm und vor allem in den Gedankenwelten weiß man überhaupt nicht mehr was da eigentlich ab geht. Das Scannen fand ich persönlich irgendwie nicht genug integriert.

Die vielen Anspielungen und künstlerischen Inhalte sind aber ebenfalls zu benennen. Minispiele, wie With Fire and Sword - Spiders oder die Gedankensequenzen mit Tetris und Dungeon Crawler haben mir sehr gut gefallen und dies war sehr überraschend. Übersetzungsfehler sind dann nicht ganz so schön, aber teilweise zu entschuldigen.

Fazit

Ein verstörendes Spiel, welches leider sehr lange braucht um in die Gänge zu kommen, sehr groteske Darstellungen beinhaltet und mir Kopfschmerzen bereitet hat. 



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