Samstag, 6. Januar 2018

Game Review: Golf Story

Genre: Simulation, RPG
Publisher: Sidebar Games
Developer: Sidebar Games
USK: Freigegeben ab 0 Jahren
Release: 28. September 2017
Spielzeit: 15 - 17 Stunden

Golf und dann noch als Simulator für die Switch - ich bin ehrlich, ich dachte nicht, dass mich jenes einmal reizen würde. So wurde ich dank Golf Story eines Besseren belehrt. Wir spielen einen jungen Mann, der schon damals mit seinem Vater gerne Golf gespielt hat. Doch diese goldenen Zeiten scheinen vorbei zu sein, oder?

Wir beschließen allen Ballast über Bord zu werfen und Golf-Profi zu werden. Dabei lassen wir nicht nur unseren Job, sondern auch unsere Frau hinter uns. Gestartet wird in Wellworn Groove, unserem Heimatverein. Bloß doof, dass der Coach so überhaupt gar nichts von uns wissen will…

Acht Golfplätze von einem satten Grün, über einen Strand bis hin zu einem Schneegebiet müssen gespielt werden. Dabei wird eine Geschichte gesponnen, die ihresgleichen sucht. Immer überraschend, wundervoll skurril und mit viel Witz offenbaren sich fantastische Charaktere. Allein der Simulator in Wellworn Groove ist eine Reise wert.

Mit jedem neuen Gebiet kommen auch neue Herausforderungen - selbstverständlich werden diese immer mit einem Golfball gelöst. Fische füttern, Vogeleier wieder in ihre Nester schießen, eine Untotenarmee bekämpfen - holt euren Golfschläger! Selbst die Challenges, in denen es tatsächlich um Golf geht, sind abwechslungsreich und durchaus eine Herausforderung - so muss man vielleicht nur in die Sandbunker treffen oder mit einem Schuss in einen bestimmten Kreis treffen. Strandbälle wollen aufgesammelt werden, Caches ausgegraben werden und einige Golfspieler verlangen nach Items.

Golf an sich, spielt sich genauso wie man es erwartet - man zielt mit einem Pfeil und legt dann mit einem Balken, auf dem sich ein Diamant bewegt mit Drücken die Stärke bzw. die Kraft, mit der geschossen wird fest. Schnell hat man den Bogen raus und spielt die ersten Löcher wie ein Profi.

Rollenspielelemente fordern auch ein Levelsystem, welches zwar logisch, aber etwas unmotivierend ist. Schraubt man die Kraft hoch, kann man mehrere Punkte in Präzession einbüßen. Unterschiedliche Ausrüstungen, wie Putter und andere Eisen können eingesetzt werden. Um sie zu erwerben muss man allerdings Geld haben, welches man genauso wie Erfahrungspunkte bei jeder Challenge bekommt.

Kein Bock auf Golf? Wie wäre es mit Disk werfen? Und wehe einer nennt die Dinger Frisbees! Mit Drohnen kann man auch in einer Quest fliegen. Weiß man mal nicht weiter schaut man in Journal in dem alle aktiven Aufgaben aufgelistet sind. Zur Not kann man ja immer noch eine Pause einlegen und eine Sausage Roll genießen.

Pixelige 16-Bit Optik gefällt mir einfach immer, da kann ich kein böses Wort drüber verlieren. Jedoch schade finde ich es, dass das Spiel leider nur in der englischen Sprache verfügbar ist. Diese tolle Story sollte noch mehr Leuten zugänglich gemacht werden.

Fazit

Ein spaßiges Golfspiel mit fantastisch skurriler Geschichte, tollen Charakteren und wundervoller 16-Bit Grafik. Wundervoll! 


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