Dienstag, 14. November 2017

Book Review: Harry Potter und das verwunschene Kind

Mhm… also eigentlich, bin ich mir gar nicht so sicher, wie ich es schreiben soll. Natürlich freut man sich, wenn eine neue Geschichte aus einem Lieblingsuniversum veröffentlicht wird. Aber wenn man am Ende total enttäuscht das Buch zur Seite legt, ist das kein gutes Zeichen. Bei Harry Potter und das verwunschene Kind handelt es sich um ein Theaterstück nach einer Geschichte von J.K. Rowling umgesetzt von Jack Thorne. Die Handlung setzt genau am letzten Kapitel von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes an, sprich neunzehn Jahre später. Harry, Ginny, Ron und Hermine begleiten ihre Kinder zum Gleis 9 3/4 und der kleine Albus hat Angst, dass er nach Slytherin vom sprechenden Hut gesteckt wird. Der Anfang ist also eins zu eins aus dem letzen Kapitel des Buches übernommen. Albus findet im Zug sofort einen Freund - Scorpius Malfoy. Da die beiden mit Vorurteilen zu kämpfen haben, wollen sie unbedingt eine Heldentat vollbringen und setzen sich in den Kopf Cedric Diggory beim Trimagischen Tunier zu retten. Mit ihrer Reise durch die Zeit setzen sie Dinge in Gang, die sie niemals gewollt haben… Wie es bei einem Theaterstück nun einmal so ist, gibt es Regieanweisungen und Text - meiner Meinung nach stört dies nicht den Lesefluss, obwohl das ungeübte Auge vielleicht erst eine Zeit braucht um sich an die Textform zu gewöhnen. Was mich allerdings sehr stört, ist die Geschichte an sich. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl eine schlechte Fanfiction zu lesen. So viel Fanservice, der emotionalen Tiefgang erzeugen möchte, aber schlussendlich nur unglaubwürdig und lächerlich rüberkommt. Logikfehler und Handlungsweisen, die an den Harren herbeigezogen zu sein scheinen. Klar, muss ein Theaterstück nicht allzu lang sein, aber diese abgehackten Szenen tragen nicht positiv zur Geschichte bei. Schade, ich hatte mehr erwartet. Vielleicht bin ich auch nur angepieselt, weil Diggory gerettet werden soll und nicht Sirius Black…

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