Samstag, 2. September 2017

Book Review: Die Legende von Sigurd und Gudrún

Nordische Mythologie und dann auch noch aus der Feder des Fantasy-Autoren schlechthin? Tolkien schriebt uns in Strophenform die Legende von Sigurd und Gudrún in seinen eigenen Worten einfach mal so aufs Papier und dies in einem wunderschönen Reimschema, wie es sich für Texte und Ideen aus der Edda so geziemt. Doch so einfach ist es nicht. Zuallererst muss man sich durch das Vorwort seines Sohnes wühlen, welcher dieses Buch postum veröffentlicht hat. Bis auf ein paar interessante Aspekte bezüglich des Schreibstils seines Vaters, versucht Christopher Tolkien sowohl die Edda, als auch das Reimschema zu erläutern - für jeden der sich auskennt zu viel und für jeden Neueinsteiger in den nordischen Mythen zu gefachsimpelt. Sprich der Einstieg wird einem nicht erleichtert, sondern die ganzen Anmerkungen geben dem Werk den Stil einer Facharbeit. Dies ist kein Fantasy-Roman alá Herr der Ringe, sondern wenn man so will zwei ausschweifende Gedichte mit jeder Menge Kommentaren und Anmerkungen. Die Sage nochmal aus Tolkiens Sicht erzählt zu bekommen, habe ich als sehr gelungen empfunden, während die Kommentare für mich störend waren. Die Sprache kann man sich aussuchen, denn sowohl die englische Fassung, als auch die deutsche Übersetzung ist in dem Buch vorhanden, welches einfach fantastisch ist.

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