Freitag, 4. August 2017

Game Review: TESV - Skyrim

Genre: RPG
Publisher: Bethesda
Developer: Bethesda
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Release: 11. November 2011
Spielzeit: 30 - 300 Stunden

Eine alte Prophezeiung spricht davon, dass wenn Tumult in allen acht Winkeln von Tamriel herrscht, der dreifach Gesegnete scheitert, der Drachenblutherrscher tot ist und der Weißgoldturm gefallen ist, dass dann Alduin der Weltenfresser erwacht. Wer die vorherigen Teile der The Elder Scrolls Reihe und deren Handlung kennt, mag vermuten, mit welchem Problem wir uns im TESV - Skyrim herumschlagen müssen…

Mal wieder gefangen, als Straftäter abgestempelt, poltert unser Gefangenentransport durch die Straßen von Helgen - uns gegenüber vermummt der neue König von Himmelsrand Ulfric Sturmmantel, der den Großkönig in Stücke geschrien hat um sich über die Verbote des Weißgoldkondondats zu Wehr zu setzen, welches unter anderem die Anbetung von Talos verbietet. Da befinden wir uns ja in guter Gesellschaft, während wir aus den üblichen Rassen Tamriels unseren Charakter erstellen. Den Kopf schon auf dem Henkersbeil werden wir gerettet und müssen sofort wieder fliehen, bekommen bei der Flucht aber alle wichtigen Mechaniken der Spielwelt mitgeteilt…

Bis vor uns eine scheinbar unfassbar weite Welt liegt mit unzähligen Möglichkeiten. Was soll ich noch über das tolle Kampfsystem sagen - möchte man mit leichter Rüstung und einem Zweihänder herumlaufen, ist das möglich! Bogen, Streitaxt, Magie - selbstverständlich! Benutzt man Fähigkeiten - levelt man diese - ganz einfach! Man kann ganz heimlich einen Dungeon ausräumen und um jede Ecke schleichen, wenn man aber mit einem Schwert alles niedermetzeln möchte, kann man dies auch tun. Jedem seinen eigenen Spielstil. Toll!

Ich mochte schon das nordische Feeling im Bloodmoon DLC von Morrowind, aber was Skyrim an den Tag legt, übersteigt meine kühnsten Vorstellungen. Durch den dichten Wald in Falkenring über den See schauen, durch die Moore warten, sich mit Abgeschworenen in Reach prügeln oder einfach nur durch den Schnee stapfen - die Umgebung lädt zum Erkunden und Entdecken ein. Wenn auch die Städte von einer wilden Robustheit geprägt sind und architektonisch nicht ganz so viel hergeben, wie es in Oblivion der Fall war. Aber das ist Geschmacksache und zum größten Teil wohl auch Ansichtssache. Niederlassen kann man sich in einigen Städten und zu meiner großen Freude lassen sich die Häuser auch gescheit einrichten - klingt nach einer Kleinigkeit, aber für das Spielgefühl sich häuslich einrichten zu können - unbezahlbar!

Handgemachter wirken die Dungeons, die zwar sich gleichen, aber mit Fallen, Tiersymbolrätseln und Drachenklauentüren ihren ganz eigenen Charme versprühen. Genauso verhält es sich mit den Quests - natürlich haben wir die unzähligen Banditenanführer, die schneller aus den Boden wachsen als Schneebären, aber wir haben eine solide Hauptquest, die schonmal für eine Überraschung gut ist - Drachen sind von Geburt aus schon episch und auf der anderen Seite haben wir wunderbare Gilden mit abwechslungsreichen Geschichten, die den Spieler sogar emotional involvieren. Persönlich habe ich die Gefährten in Jorrvaskr dermaßen ins Herz geschlossen, dass ich sogar einen von ihnen geheiratet habe. Magiergilde, Diebesgilde und nicht zu vergessen die dunkle Bruderschaft sind einfach unterhaltsam gestaltet - da kann man nicht meckern.

Einzig der Bürgerkrieg ist etwas lächerlich - gefühlt treten fünf bis zehn Männer auf jeder Seite gegeneinander an, welches aber über das Schicksal des ganzen Landes entscheiden soll. Schade, denn Nebenquest sind durchaus in einer guten Qualität vorhanden und machen die Welt lebhaft - ein Pferd namens Frost stehlen - behält man es wird man vom angeblichen Besitzer beschattet, den Güldengrünbaum wiederbeleben, die Schwarzweite nach Nirnwurz absuchen oder die verschollene Expedition in die Dwemerruinen. Charaktere reagieren auf die Entscheidungen des Spielers - erpresst man die Gefährtin eines Argoniers, wird er einem immer den Tod wünschen. Selbst die Deadraquests und ich möchte hierbei die denkwürdige Nacht mit dem Gott Sanguine erwähnen, nach der man einer gewissen Ziege hinterher rennt. Zusätzliche Orte erkunden oder einfach mal einen leckeren Eintopf kochen - es gibt so viele Möglichkeiten Zeit in Himmelsrand zu verbringen.

Fazit

Ein atmosphärisches Rollenspiel, welches den Spieler komplett gefangen nimmt, mit tollen Quests aufwartet und durch seine Umgebung besticht. Ein Meisterwerk! 


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